Klausurzusammenfassung: Statistik 1
Deskriptive Statistik, bivariate Analyse, Regression, Zeitreihen, Verhältniszahlen und Wahrscheinlichkeit
1. Überblick und Klausurlogik
Statistik reduziert Daten auf verständliche Aussagen, ohne relevante Informationen wegzuwerfen oder mehr zu behaupten, als die Daten hergeben. In der Klausur ist deshalb nicht nur das Einsetzen in Formeln wichtig. Zuerst muss geklärt werden, welcher Datentyp vorliegt, welches Skalenniveau die Variable besitzt und welche Aussage ein Maß überhaupt zulässt.
Gliederung
- Grundbegriffe, Skalen und Daten
- Datenformate und einfache Grafiken
- Lagemaße
- Streuungsmaße
- Schiefe, Wölbung und hochwertige Grafiken
- Bivariate Daten und Zusammenhangsmaße
- Regression und Scheinkorrelation
- Zeitreihenanalyse
- Verhältniszahlen und Indizes
- Wahrscheinlichkeit
- Klausurstrategie, Checkliste und Fragen
- Abdeckung des Skripts
2. Grundbegriffe, Skalen und Datenarten
2.1 Statistische Grundbegriffe
| Begriff | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Statistische Einheit | Person oder Objekt, an dem Merkmale erhoben werden | Patient, Haushalt, Unternehmen |
| Grundgesamtheit | Menge aller relevanten statistischen Einheiten | Alle Studierenden eines Jahrgangs |
| Teilgesamtheit | Inhaltlich abgegrenzte Teilmenge der Grundgesamtheit | Studierende eines Studiengangs |
| Stichprobe | Tatsächlich erhobene Teilmenge der Grundgesamtheit | 200 befragte Studierende |
| Merkmal | Erhobene Variable | Alter, Note, Nationalität |
| Merkmalsausprägung | Konkreter Wert eines Merkmals | 22 Jahre, Note 2,3 |
2.2 Merkmalsarten und Skalenniveaus
Die Skala entscheidet, welche Rechenoperationen sinnvoll sind. Mit zunehmendem Skalenniveau werden mehr Verfahren zulässig.
| Unterscheidung | Definition | Typische Beispiele |
|---|---|---|
| Quantitativ | Ausprägungen unterscheiden sich durch ihre Größe; es wird gezählt oder gemessen. | Alter, Umsatz, Körpergröße |
| Qualitativ | Ausprägungen unterscheiden sich durch ihre Art. | Nationalität, Geschlecht, Produkttyp |
| Stetig | Beliebige Zwischenwerte sind möglich. | Exakt gemessene Körpergröße |
| Diskret | Endlich oder abzählbar viele Ausprägungen; auf der Achse gibt es Lücken. | Anzahl Kinder, Alter in vollen Jahren |
| Quasi-stetig | Eigentlich diskret, praktisch wie stetig behandelt. | Geldbeträge |
2.3 Erhebung, Herkunft und zeitlicher Bezug
| Dimension | Variante | Kernaussage |
|---|---|---|
| Umfang | Totalerhebung | Alle Einheiten der Grundgesamtheit werden erhoben. |
| Stichprobe | Nur ein Teil wird erhoben; Repräsentativität muss begründet werden. | |
| Herkunft | Primärdaten | Für den eigenen Zweck selbst erhobene Daten. |
| Sekundärdaten | Bereits vorhandene Daten fremder Quellen, etwa amtliche Statistik. | |
| Zeitbezug | Querschnitt | Viele Objekte zu einem Zeitpunkt: x1, …, xn. |
| Zeitreihe | Ein Objekt über mehrere Zeitpunkte: y1, …, yT. | |
| Panel | Mehrere Objekte über mehrere Zeitpunkte; Nachteil: Panelsterblichkeit. |
3. Datenformate und einfache Grafiken
3.1 Von der Urliste zur Häufigkeitstabelle
Originaldaten können sortiert, gruppiert oder klassiert werden. Jede Verdichtung erleichtert die Übersicht, kann aber Information verlieren.
| Datenformat | Beschreibung | Wichtige Größe |
|---|---|---|
| Urliste | Alle Einzelbeobachtungen x1, …, xn | Keine Verdichtung |
| Geordnete Stichprobe | Sortierte Urliste x(1) ≤ … ≤ x(n) | Grundlage für Median und Quantile |
| Gruppierte Daten | Jede Ausprägung xj mit absoluter Häufigkeit nj | rj = nj / n |
| Klassierte Daten | Beobachtungen werden Intervallen zusammengefasst. | Klassenbreite Δj, Klassenmitte mj |
n: Stichprobenumfang; nj: absolute Häufigkeit; rj: relative Häufigkeit.
3.2 Diagramme passend auswählen
| Diagramm | Geeignet für | Prüfungsrelevante Aussage |
|---|---|---|
| Kreisdiagramm | Anteile eines Ganzen | Sektorwinkel αj = 360° · rj |
| Blockdiagramm | Ausprägungen oder Kategorien | Blockhöhe ist proportional zur Häufigkeit. |
| Stabdiagramm | Diskrete Ausprägungen | Stabhöhe ist proportional zur Häufigkeit. |
| Polygonzug | Verlauf über geordnete Ausprägungen oder Zeit | Benachbarte Punkte werden verbunden. |
| Histogramm | Klassierte metrische Daten | Fläche, nicht Höhe, ist proportional zur Häufigkeit. |
fj: Höhe des Histogrammblocks; rj: relative Häufigkeit; Δj: Klassenbreite.
4. Lagemaße
Lagemaße beschreiben das Zentrum einer Verteilung. Ein einzelnes Lagemaß ist vor allem bei eingipfligen Verteilungen sinnvoll. Bei mehreren Gipfeln ist eine Grafik aussagekräftiger.
4.1 Arithmetisches Mittel, Median und Modus
Ausreißerempfindlich; mindestens kardinales Skalenniveau. Bei klassierten Daten wird mit Klassenmitten genähert.
Ausreißerunempfindlich; bereits ab Ordinalskala. Bei gruppierten Daten wird die erste Ausprägung mit kumulierter relativer Häufigkeit von mindestens 0,5 gesucht.
4.2 Quantile
Das p-Quantil xp ist ein Wert, den mindestens der Anteil p der Daten nicht überschreitet und mindestens der Anteil 1 − p nicht unterschreitet. Wichtige Spezialfälle sind x0,25, x0,5 und x0,75.
4.3 Welches Mittel für Quotienten und Wachstumsraten?
| Mittelwert | Formel | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Gewogenes arithmetisches Mittel | x̄g = ∑i=1k hixi, mit ∑ hi = 1 | Ungleiche Gewichte; Quotienten, wenn Nenneranteile bekannt sind |
| Geometrisches Mittel | x̄geo = (∏i=1n xi)1/n | Mittlere Wachstumsfaktoren |
| Harmonisches Mittel | x̄harm = ((1 / n) ∑i=1n 1 / xi)−1 | Quotienten, wenn Zähleranteile bekannt sind |
4.4 Lineare Transformationen
Bei b < 0 kehrt sich die Reihenfolge um; für Quantile ist dann yp = a + bx1−p zu beachten.
5. Streuungsmaße
Streuung beschreibt, wie weit Beobachtungen um ihre Lage verteilt sind. Quadratische Abweichungen sind besonders wichtig, weil sie differenzierbar sind und sich algebraisch gut verarbeiten lassen.
5.1 Varianz und Standardabweichung
σ2 besitzt die quadrierte Einheit der Ausgangsdaten.
Bei einer Stichprobe steht n − 1 im Nenner. Diese Unterscheidung ist bei kleinen Stichproben besonders wichtig.
Der Verschiebungssatz spart bei manuellen Rechnungen Zeit. Für gruppierte Daten wird jeweils mit Häufigkeiten gewichtet.
5.2 Spannweite, Quartilsabstand und Variationskoeffizient
| Maß | Formel | Eigenschaft |
|---|---|---|
| Spannweite | R = x(n) − x(1) | Sehr ausreißerempfindlich; eher Orientierung bei Klassenbildung |
| Interquartilsabstand | IQR = x0,75 − x0,25 | Robustes Streuungsmaß |
| Variationskoeffizient | V = s / x̄ | Relative, einheitenfreie Streuung; sinnvoll bei positivem Mittelwert |
Der Variationskoeffizient bleibt nur bei reiner positiver Skalierung y = bx unverändert; eine additive Verschiebung verändert ihn.
6. Schiefe, Wölbung und hochwertige Grafiken
6.1 Momente, Schiefe und Wölbung
Die Varianz ist das zweite zentrierte Moment: μ2 = σ2.
γ1 = 0: symmetrisch; γ1 > 0: rechtsschief; γ1 < 0: linksschief. Stark ausreißerempfindlich.
Robuste Alternative auf Basis von Quartilen.
γ2 = 0: normalgewölbt; γ2 > 0: leptokurtisch beziehungsweise spitz; γ2 < 0: platykurtisch beziehungsweise flach. In Aufgaben prüfen, ob bereits 3 abgezogen wurde.
6.2 Boxplot
Der Boxplot verdichtet die Fünf-Punkte-Zusammenfassung: Minimum, unteres Quartil, Median, oberes Quartil und Maximum. Punktierte Boxplots stellen auffällige Beobachtungen separat dar.
6.3 QQ-Plot und Kerndichteschätzung
Der QQ-Plot stellt theoretische Normalverteilungsquantile den empirischen Quantilen gegenüber. Liegen die Punkte ungefähr auf einer Geraden, ist eine Normalverteilung plausibel. Bogenformen weisen auf Schiefe, S-Formen auf abweichende Wölbung hin. Bei vertauschten Achsen kehren sich die visuellen Muster um.
K: Kernfunktion; h: Bandbreite; n: Anzahl Beobachtungen. Kleine Bandbreiten zeigen mehr Details, große Bandbreiten glätten stärker.
7. Bivariate Daten und Zusammenhangsmaße
Bivariate Daten enthalten je Einheit ein Wertepaar (xi, yi). Vor jeder Kennzahl lohnt sich ein Scatterplot: Er zeigt Ausreißer, Richtung und nichtlineare Muster, die eine einzelne Kennzahl verdecken kann.
7.1 Kovarianz und Pearson-Korrelation
Positiv: gemeinsame Abweichungen in dieselbe Richtung dominieren. Negativ: Abweichungen in entgegengesetzte Richtungen dominieren.
−1 ≤ rxy ≤ 1. Pearson misst die Stärke eines linearen Zusammenhangs.
Diese Form spart in Klausuren Zeit, wenn Summen direkt aus einer Tabelle gebildet werden.
7.2 Spearman-Rangkorrelation
Für ordinal skalierte Merkmale werden Ränge statt Rohwerte korreliert. Spearman misst einen monotonen Zusammenhang. Ein nichtmonotones Muster kann auch hier einen Koeffizienten nahe null ergeben.
di = R(xi) − R(yi): Differenz der beiden Ränge. Bei Rangbindungen mittlere Ränge vergeben und Pearson auf den Rängen rechnen.
7.3 Assoziation und Kontingenz
Wenn mindestens ein Merkmal nominal skaliert ist, wird Kontingenz untersucht. Bei zwei binären Merkmalen entsteht eine Vierfeldertafel.
Nur für eine Vierfeldertafel geeignet.
Randhäufigkeiten bleiben erhalten; die erwarteten Zellen bilden die Referenz für Unabhängigkeit.
8. Einfache lineare Regression und Scheinkorrelation
8.1 Regression ist gerichtet
Korrelation beschreibt eine wechselseitige Beziehung x ↔ y. Regression modelliert eine gerichtete Erklärung x → y: Wie verändert sich die abhängige Variable y, wenn sich die erklärende Variable x ändert?
ŷi: geschätzter Wert; â: Achsenabschnitt; b̂: Steigung; ûi = yi − ŷi: Residuum.
R2: erklärter Streuungsanteil; su: Standardfehler der Regression. Die zwei verlorenen Freiheitsgrade stammen aus der Schätzung von Achsenabschnitt und Steigung.
8.2 Scheinkorrelation und partielle Korrelation
Eine hohe Korrelation beweist keine Kausalität. Zwei Merkmale können stark korrelieren, weil beide durch eine Drittvariable z beeinflusst werden. Besonders häufig ist z die Zeit.
rxy|z misst den linearen Zusammenhang von x und y, nachdem der lineare Effekt von z herausgerechnet wurde.
9. Zeitreihenanalyse
Eine Zeitreihe besteht aus Beobachtungen y1, …, yT. Ziele sind Prognose, Glättung und gegebenenfalls Saisonbereinigung.
gt: glatte beziehungsweise Trendkomponente; st: saisonale Komponente; ut: unregelmäßige Restkomponente.
9.1 Gleitende Durchschnitte
Beispiel Dreierdurchschnitt: yt* = (yt−1 + yt + yt+1) / 3.
Beispiel Zweierdurchschnitt nach Zentrierung: ¼yt−1 + ½yt + ¼yt+1.
9.2 Trendregression
Eine alternative Glättung modelliert die Zeit selbst als erklärende Variable: xt = t. Gleitende Durchschnitte passen sich flexibel an, sind aber am Rand schwer fortzuschreiben. Eine lineare Trendregression ist leicht fortschreibbar, bildet aber nur eine starre Gerade ab. In der Praxis werden Verfahren kombiniert; weiterführende Ansätze sind exponentielle Glättung, Holt-Winters und ARIMA.
10. Verhältniszahlen und Indexzahlen
Verhältniszahlen setzen eine Zählergröße in Bezug zu einer Nennergröße. Die Interpretation hängt entscheidend davon ab, welche Größen in Zähler und Nenner stehen.
Z: Zählergröße; N: Nennergröße.
| Typ | Charakteristik | Beispiele |
|---|---|---|
| Indexzahl | Vergleich einer Größe über Zeit oder Raum | Preisindex, Messziffer |
| Gliederungszahl | Zähler ist Teilmenge des Nenners: Z ⊂ N | Frauenanteil, Ausschussquote |
| Beziehungszahl | Zähler und Nenner sind verschieden, stehen aber in sinnvollem Bezug. | Geburten je relevante Bevölkerung, Krankenhausbetten je 1.000 Einwohner |
10.1 Preisindizes
Verwendet den Warenkorb der Basisperiode. Praktisch, aber der Warenkorb veraltet.
Verwendet den Warenkorb der Berichtsperiode. Er ist aktueller, aber aufwändiger und kennt keine alten Preise neuer Produkte.
11. Wahrscheinlichkeit
Das Skript unterscheidet subjektive, frequentistische und theoretische Wahrscheinlichkeit. Im Mittelpunkt steht die theoretische Modellierung von Zufallsexperimenten.
11.1 Kombinatorik
Vor jeder Zählaufgabe drei Fragen stellen: Ist die Reihenfolge wichtig? Wird ohne oder mit Wiederholung gezogen? Werden alle n Elemente oder nur k Elemente gewählt?
| Fall | Reihenfolge? | Wiederholung? | Anzahl Möglichkeiten |
|---|---|---|---|
| Permutation | ja, alle n | nein | n! |
| Permutation mit gleichen Elementen | ja, alle n | Elementgruppen gleichartig | n! / (n1! · … · nm!) |
| Variation ohne Wiederholung | ja | nein | n! / (n − k)! |
| Variation mit Wiederholung | ja | ja | nk |
| Kombination ohne Wiederholung | nein | nein | C(n,k) = n! / (k!(n − k)!) |
| Kombination mit Wiederholung | nein | ja | C(n + k − 1,k) |
11.2 Zufallsexperimente, Ereignisse und Axiome
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| ω | Elementarereignis, also einzelner möglicher Ausgang |
| Ω | Ergebnisraum, Menge aller Elementarereignisse |
| A, B | Ereignisse, also Teilmengen von Ω |
| A ∩ B | Beide Ereignisse treten ein. |
| A ∪ B | Mindestens eines der Ereignisse tritt ein. |
| Ac | Gegenereignis zu A |
Nur wenn alle Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind. Zuerst korrekt zählen, dann günstige durch mögliche Fälle teilen.
11.3 Bedingte Wahrscheinlichkeit, Unabhängigkeit und Bayes
Äquivalent zu P(A | B) = P(A), sofern P(B) > 0.
B1, …, Bk bilden eine Zerlegung des Ergebnisraums.
Bayes dreht die Bedingungsrichtung um: aus bekannten Trefferwahrscheinlichkeiten werden Rückschlusswahrscheinlichkeiten.
| Begriff | Formel | Lesart |
|---|---|---|
| Prävalenz | P(K) | Anteil tatsächlich Kranker |
| Sensitivität | P(T | K) | Test wird bei Kranken positiv. |
| Spezifität | P(Tc | Kc) | Test wird bei Gesunden negativ. |
| Positiver Vorhersagewert | P(K | T) | Gesuchte Rückschlusswahrscheinlichkeit nach positivem Test |
12. Klausurstrategie
12.1 Entscheidungshilfe
| Fragestellung | Naheliegendes Verfahren | Vorher prüfen |
|---|---|---|
| Zentrum einer Verteilung | Mittelwert, Median oder Modus | Skalenniveau, Ausreißer, Mehrgipfligkeit |
| Streuung | Standardabweichung oder IQR | Robustheit erforderlich? Einheitenvergleich? |
| Form der Verteilung | Histogramm, Boxplot, QQ-Plot, Schiefe, Exzess | Datensatz groß genug? Ausreißer? |
| Linearer Zusammenhang metrischer Daten | Pearson-Korrelation | Scatterplot, Nichtlinearität, Drittvariable |
| Monotoner Zusammenhang ordinaler Daten | Spearman-Rangkorrelation | Rangbindungen |
| Nominaler Zusammenhang | Yule bei Vierfeldertafel, sonst Kontingenzkoeffizient | Tabellengröße, erwartete Häufigkeiten, bedingte Verteilungen |
| Gerichtete lineare Erklärung | Einfache Regression | Richtung, Residuen, Scheinkorrelation |
| Fälle zählen | Kombinatorik | Reihenfolge? Wiederholung? Auswahlgröße? |
| Rückschluss nach Beobachtung | Bedingte Wahrscheinlichkeit und Bayes | Bedingungsrichtung, Basisrate |
12.2 Typische Fehler
- Histogrammhöhe mit Häufigkeit verwechseln, obwohl Klassenbreiten unterschiedlich sind.
- Bei einer Stichprobe die Varianz durch n statt durch n − 1 teilen.
- Wachstumsraten arithmetisch mitteln statt Wachstumsfaktoren geometrisch zu mitteln.
- Pearson-Korrelation als Beweis für Kausalität oder Unabhängigkeit lesen.
- Bei Spearman Rangbindungen ignorieren.
- Laspeyres und Paasche ohne Angabe der verwendeten Warenkorbperiode vertauschen.
- P(A | B) und P(B | A) gleichsetzen.
- Bei Laplace-Aufgaben günstige und mögliche Fälle mit unterschiedlichen Zählregeln bestimmen.
12.3 Lerncheckliste
- Ich kann Grundgesamtheit, Stichprobe, Merkmal und Ausprägung an einem Fallbeispiel bestimmen.
- Ich leite aus dem Skalenniveau zulässige Lage- und Zusammenhangsmaße ab.
- Ich rechne Mittelwert, Median, Quantile, Varianz, Standardabweichung und IQR für Urliste und Häufigkeitstabelle.
- Ich erkenne, wann arithmetisches, geometrisches oder harmonisches Mittel erforderlich ist.
- Ich interpretiere Histogramm, Boxplot, QQ-Plot und Scatterplot.
- Ich berechne Pearson, Spearman, Yule und den korrigierten Kontingenzkoeffizienten.
- Ich stelle eine Regressionsgerade auf und interpretiere R2.
- Ich erkläre Scheinkorrelation und berechne eine partielle Korrelation.
- Ich bilde zentrierte gleitende Durchschnitte und unterscheide Laspeyres von Paasche.
- Ich wähle in Kombinatorikaufgaben den richtigen Fall und rechne Bayes-Aufgaben mit sauberer Bedingungsrichtung.
12.4 Mögliche Klausurfragen
- Welche Kennzahlen sind für nominale, ordinale und kardinale Merkmale zulässig? Begründen Sie.
- Warum ist bei einem Histogramm mit ungleichen Klassenbreiten die Fläche entscheidend?
- Berechnen und vergleichen Sie Mittelwert, Median, Standardabweichung und IQR für einen Datensatz mit Ausreißer.
- Welche Durchschnittsgeschwindigkeit ergibt sich bei wechselnden Geschwindigkeiten: einmal bei bekannten Zeiten, einmal bei bekannten Strecken?
- Interpretieren Sie einen Boxplot und einen QQ-Plot hinsichtlich Lage, Streuung, Ausreißern, Schiefe und Wölbung.
- Warum kann eine Pearson-Korrelation von null trotz eindeutigem Zusammenhang auftreten?
- Berechnen Sie die Regressionsgerade und das Bestimmtheitsmaß. Welche Aussage erlaubt R2?
- Wie entsteht eine Scheinkorrelation? Wie hilft die partielle Korrelation?
- Vergleichen Sie Laspeyres- und Paasche-Preisindex fachlich und rechnerisch.
- Bestimmen Sie bei einer Kombinatorikaufgabe zuerst den Fall und lösen Sie anschließend eine Bayes-Aufgabe aus der medizinischen Diagnostik.
13. Abdeckung des Skripts
Die folgende Tabelle dokumentiert die vollständige Auswertung der 235 PDF-Seiten. Seiten mit reinen Beispieldaten oder Grafiken sind in die erklärenden Abschnitte integriert.
| PDF-Seite / Kapitel | Inhalt | Enthalten? | Wo behandelt? |
|---|---|---|---|
| 1–3 | Titel, Literatur, Inhaltsübersicht | Ja | Quellenhinweis und Überblick |
| 4–10 / Kapitel 1.1 | Einführung, Grundbegriffe, quantitativ/qualitativ, stetig/diskret, Skalenniveaus | Ja | Abschnitt 2.1–2.2 |
| 11–17 / Kapitel 1.2.1–1.2.3 | Erhebungsumfang, Datenherkunft, amtliche Statistik, Quer-, Längsschnitt- und Paneldaten | Ja | Abschnitt 2.3 |
| 18–29 / Kapitel 1.2.4 | Urliste, Sortierung, Häufigkeitstabellen, Klassierung, kumulierte Häufigkeiten, Beispiele | Ja | Abschnitt 3.1 |
| 30–36 / Kapitel 2 | Kreis-, Block-, Stab-, Linien- und Histogrammdarstellung | Ja | Abschnitt 3.2 |
| 37–52 / Kapitel 3.1–3.4 | Mittelwert, Median, Quantile, Modus und Rechenbeispiele | Ja | Abschnitt 4.1–4.2 |
| 53–69 / Kapitel 3.5–3.8 | Gewogenes arithmetisches, geometrisches und harmonisches Mittel; Anwendungswahl | Ja | Abschnitt 4.3 |
| 70–72 / Kapitel 3.9 | Lineare Transformation von Lagemaßen | Ja | Abschnitt 4.4 |
| 73–84 / Kapitel 4.1 | Varianz, Stichprobenvarianz, Verschiebungssatz, Standardabweichung, Beispiele | Ja | Abschnitt 5.1 |
| 85–90 / Kapitel 4.2–4.4 | Spannweite, IQR, Transformationen, Variationskoeffizient | Ja | Abschnitt 5.2 |
| 91–106 / Kapitel 5 | Momente, Schiefe, Fechner-Regel, Quartilskoeffizient, Wölbung und Exzess | Ja | Abschnitt 6.1 |
| 107–113 / Kapitel 6 | Fünf-Punkte-Zusammenfassung und Boxplots | Ja | Abschnitt 6.2 |
| 114–124 / Kapitel 6 | QQ-Plots, Kerndichteschätzung und Kernfunktionen | Ja | Abschnitt 6.3 |
| 125–132 / Kapitel 7 | Bivariate Datenformate und Scatterplots | Ja | Einleitung Abschnitt 7 |
| 133–145 / Kapitel 8.1 | Kovarianz und Bravais-Pearson-Korrelation einschließlich Interpretationsfallen | Ja | Abschnitt 7.1 |
| 146–154 / Kapitel 8.2 | Spearman-Rangkorrelation, Rangbindungen und Beispiele | Ja | Abschnitt 7.2 |
| 155–163 / Kapitel 8.3 | Yule-Assoziation, Kontingenzkoeffizient, bedingte Verteilungen | Ja | Abschnitt 7.3 |
| 164–174 / Kapitel 9 | Einfache lineare Regression, Gütemaße und Standardfehler | Ja | Abschnitt 8.1 |
| 175–179 / Scheinkorrelation | Drittvariablen und partielle Korrelation | Ja | Abschnitt 8.2 |
| 180–187 / Kapitel 10 | Zeitreihen, additive Zerlegung, gleitende Durchschnitte, Trendregression | Ja | Abschnitt 9 |
| 188–203 / Kapitel 11 | Verhältniszahlen, Laspeyres, Paasche, Gliederungs- und Beziehungszahlen | Ja | Abschnitt 10 |
| 204–215 / Kapitel 13.1 | Wahrscheinlichkeitsbegriffe und Kombinatorik | Ja | Abschnitt 11.1 |
| 216–228 / Kapitel 13.2 | Zufallsexperimente, Ereignisse, Mengen, Laplace und klassische Wahrscheinlichkeit | Ja | Abschnitt 11.2 |
| 229–235 / Kapitel 13.3 | Bedingte Wahrscheinlichkeit, Bayes, medizinische Tests | Ja | Abschnitt 11.3 |