{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Prüfungsschema\nWelche Denkkette eignet sich für IT-Security-Klausurantworten?","answer":"Eine robuste Antwort folgt meist dieser Kette:\n\n1. **Schutzgut** bestimmen\n2. **Sicherheitsziel** benennen\n3. **Bedrohung und Schwachstelle** erklären\n4. **Maßnahme** auswählen\n5. **Restrisiko oder Nachweis** beurteilen\n\nPrüfungsfalle: Nicht nur ein Werkzeug nennen. Eine Antwort muss begründen, welches Ziel es schützt und wo seine Grenzen liegen.","tags":["pruefung","ueberblick"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 1; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-001"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Cyber-Raum\nWas bedeutet Cyber-Raum im Kontext der IT-Sicherheit?","answer":"Der **Cyber-Raum** ist der globale Verbund internetbasierter IT-Systeme, Infrastrukturen, Anwendungen, Kommunikation und datenverarbeitender Prozesse.\n\nWichtige Eigenschaften:\n\n- dezentral\n- international\n- stark vernetzt\n- schwer eindeutig kontrollierbar\n\nKlausurpunkt: Sicherheitsrisiken entstehen nicht nur in einem einzelnen System, sondern durch Vernetzung, Abhängigkeiten und erreichbare Schnittstellen.","tags":["grundbegriffe","cyberraum"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.1; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-002"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Informationssicherheit vs. IT-Sicherheit vs. Cyber-Sicherheit\nWie grenzt du die drei Begriffe ab?","answer":"| Begriff | Schwerpunkt |\n|---|---|\n| Informationssicherheit | Schutz von Informationen unabhängig vom Medium |\n| IT-Sicherheit | Schutz von IT-Systemen, Anwendungen, Daten, Netzwerken und Diensten |\n| Cyber-Sicherheit | Sicherheit im vernetzten Cyber-Raum mit Internetbezug, Akteuren und Abhängigkeiten |\n\nPrüfungsfalle: Informationssicherheit umfasst auch Papier, Gespräche und organisatorische Prozesse. IT-Sicherheit ist digitaler und enger gefasst.","tags":["grundbegriffe","abgrenzung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.2; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-003"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CIA-Triade\nWelche drei Hauptziele der IT-Sicherheit bilden die CIA-Triade?","answer":"Die drei Hauptziele sind:\n\n- **Confidentiality / Vertraulichkeit:** Nur Berechtigte dürfen Informationen lesen.\n- **Integrity / Integrität:** Daten bleiben vollständig und unverändert.\n- **Availability / Verfügbarkeit:** Dienste und Daten stehen im benötigten Zeitraum bereit.\n\nKlausurpunkt: Viele Maßnahmen lassen sich über genau diese Ziele begründen.","tags":["schutzziele","cia"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-004"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Vertraulichkeit\nWas bedeutet Vertraulichkeit und welche typische Maßnahme passt dazu?","answer":"**Vertraulichkeit** bedeutet: Informationen dürfen nur von berechtigten Personen oder Systemen gelesen werden.\n\nTypische Maßnahmen:\n\n- Verschlüsselung\n- Zugriffskontrolle\n- Need-to-know-Prinzip\n- Rollen- und Rechtekonzepte\n\nPrüfungsfalle: Verschlüsselung schützt nicht gegen Datenabfluss über ein berechtigtes, kompromittiertes Konto.","tags":["schutzziele","vertraulichkeit"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-005"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Integrität\nWas bedeutet Integrität und wodurch kann sie technisch geschützt werden?","answer":"**Integrität** bedeutet: Daten bleiben korrekt, vollständig und unverändert.\n\nTypische Maßnahmen:\n\n- kryptografische Hashwerte\n- Message Authentication Codes\n- digitale Signaturen\n- Änderungsprotokolle\n\nPrüfungsfalle: Eine CRC-Prüfsumme erkennt zufällige Übertragungsfehler, schützt aber nicht zuverlässig gegen gezielte Manipulation.","tags":["schutzziele","integritaet"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-006"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Verfügbarkeit\nWas bedeutet Verfügbarkeit in der IT-Sicherheit?","answer":"**Verfügbarkeit** bedeutet: Systeme, Daten und Dienste sind im benötigten Zeitraum nutzbar.\n\nTypische Maßnahmen:\n\n- Redundanz\n- Backups\n- Monitoring\n- Notfallpläne\n- Kapazitätsplanung\n\nPrüfungsfalle: Backups ohne Restore-Test sind nur eine Annahme, keine belastbare Verfügbarkeitsmaßnahme.","tags":["schutzziele","verfuegbarkeit"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-007"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Authentizität vs. Autorisation\nWie unterscheidest du Authentizität und Autorisation?","answer":"**Authentizität** beantwortet: Ist die Identität oder Herkunft echt?\n\nBeispiele: MFA, Zertifikate, digitale Signaturen.\n\n**Autorisation** beantwortet: Was darf diese Identität tun?\n\nBeispiele: Rollen, Rechte, Least Privilege.\n\nPrüfungsfalle: Authentifikation ist nicht automatisch Berechtigung. Ein echter Benutzer kann trotzdem zu viele Rechte haben.","tags":["schutzziele","authentizitaet","autorisation"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-008"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Nichtabstreitbarkeit\nWas bedeutet Nichtabstreitbarkeit?","answer":"**Nichtabstreitbarkeit** bedeutet: Eine Handlung oder Nachricht kann später einer Partei nachweisbar zugeordnet werden.\n\nTypische Mittel:\n\n- digitale Signaturen\n- manipulationssichere Logs\n- Zeitstempel\n\nPrüfungsfalle: Normale Logs ohne Integritätsschutz sind kein starker Nachweis, weil sie nachträglich manipulierbar sein können.","tags":["schutzziele","nichtabstreitbarkeit"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-009"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Safety vs. Security\nWie unterscheiden sich Safety und Security?","answer":"**Safety** meint funktionale Sicherheit gegen gefährliche Zustände, oft ohne absichtlichen Angreifer.\n\n**Security** meint Schutz gegen absichtliche, intelligente Angriffe.\n\nBeispiel: Eine Prüfsumme kann bei Safety zufällige Fehler erkennen. Für Security braucht man kryptografische Integritätsmechanismen, wenn gezielte Manipulation möglich ist.","tags":["grundbegriffe","safety","security"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 2.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-010"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Schwachstelle, Angriffsfläche, Angriffsvektor\nWie hängen diese drei Begriffe zusammen?","answer":"- **Schwachstelle:** ausnutzbarer Fehler in Software, Hardware, Konfiguration oder Prozess.\n- **Angriffsfläche:** Gesamtheit erreichbarer Ansatzpunkte eines Systems.\n- **Angriffsvektor:** konkreter Weg plus Technik, mit der ein Angriff erfolgt.\n\nBeispiel: Ein Webformular ist Teil der Angriffsfläche; eine SQL Injection darüber ist ein Angriffsvektor; fehlende Eingabevalidierung ist die Schwachstelle.","tags":["angriffe","grundbegriffe"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.1; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-011"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Passive vs. aktive Angriffe\nWorin unterscheiden sich passive und aktive Angriffe?","answer":"**Passive Angriffe** beobachten oder lesen mit, ohne Daten direkt zu verändern.\n\nBeispiele: Sniffing, Traffic-Analyse.\n\n**Aktive Angriffe** verändern, stören, manipulieren oder missbrauchen Identitäten.\n\nBeispiele: Man-in-the-Middle, Ransomware, DDoS.\n\nZuordnung: Passiv betrifft vor allem Vertraulichkeit; aktiv oft Integrität, Verfügbarkeit und Authentizität.","tags":["angriffe","schutzziele"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-012"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Zielgerichtete Angriffe\nWas unterscheidet zielgerichtete von nicht-zielgerichteten Angriffen?","answer":"**Nicht-zielgerichtete Angriffe** nutzen generische Methoden gegen viele mögliche Opfer.\n\nBeispiele: Massenphishing, automatisierte Scans.\n\n**Zielgerichtete Angriffe** sind auf ein konkretes Opfer zugeschnitten und oft mehrstufig.\n\nBeispiele: Spear Phishing, APT, maßgeschneiderte Malware.\n\nPrüfungsfalle: Ein Angriff kann technisch ähnlich aussehen, aber organisatorisch völlig anders zu bewerten sein.","tags":["angriffe","apt"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-013"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Innentäter\nWarum sind Innentäter in der IT-Sicherheit besonders kritisch?","answer":"Innentäter kennen interne Abläufe, Systeme, Rechte und Schwachstellen.\n\nDazu zählen nicht nur Mitarbeitende, sondern auch:\n\n- Dienstleister\n- Partner\n- Lieferanten\n- externe Administratoren mit internem Wissen\n\nPrüfungsfalle: Ein Innentäter muss nicht technisch hochqualifiziert sein. Bereits legitimer Zugriff plus schlechte Kontrolle kann reichen.","tags":["angriffe","taeter"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-014"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Malware und Codequalität\nWarum kann Malware technisch gute Software sein?","answer":"Malware kann zuverlässig, spezialisiert und effektiv programmiert sein. Die Bewertung als Malware hängt nicht primär von Codequalität ab, sondern von Ziel, Wirkung und Kontrollierbarkeit.\n\nKernidee: Sicherheit bewertet nicht nur, ob Software gut funktioniert, sondern ob sie autorisiert, beherrschbar und unschädlich ist.","tags":["malware","softwarequalitaet"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.2; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-015"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Fehler vs. Sicherheitslücke\nIst jeder Softwarefehler automatisch eine Sicherheitslücke?","answer":"Nein. Ein Softwarefehler wird erst dann zur Sicherheitslücke, wenn er sicherheitsrelevant und ausnutzbar ist.\n\nFür einen realistischen Angriff braucht man typischerweise:\n\n1. Fehler oder Fehlkonfiguration\n2. Erreichbarkeit\n3. Ausnutzungstechnik\n4. lohnendes Ziel oder Wirkung\n\nPrüfungsfalle: Nicht jeden Bug sofort als Exploit darstellen.","tags":["schwachstellen","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 3.3; Kapitel_02_1_Einfuhrung_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-016"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# GRC\nWofür steht GRC und was ist der Zweck?","answer":"**GRC** steht für **Governance, Risk und Compliance**.\n\nEs ist ein integriertes Managementsystem zur koordinierten Steuerung von Informationssicherheit, Risiken und regulatorischen Anforderungen.\n\nZiel:\n\n- Steuerbarkeit\n- Anpassungsfähigkeit\n- Nachweisbarkeit\n- Verbindung von Sicherheit mit Unternehmenszielen","tags":["grc","management"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.1; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-017"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Governance\nWelche Rolle spielt Governance in GRC?","answer":"**Governance** beschreibt strategische Steuerung, Rollen, Verantwortlichkeiten, Leitplanken und Eskalationswege.\n\nKlausurpunkt: Governance ist Chefsache, bedeutet aber nicht, dass jede Einzelmaßnahme zentral entschieden wird. Sie schafft den Rahmen, in dem Sicherheitsentscheidungen nachvollziehbar getroffen werden.","tags":["grc","governance"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.1; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-018"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Risk Management\nWas leistet Risk Management innerhalb von GRC?","answer":"Risk Management identifiziert, bewertet, steuert, überwacht und berichtet Risiken.\n\nKlausurpunkt: Nicht erkannte Risiken können nicht behandelt werden. Deshalb beginnt Risikomanagement nicht bei Maßnahmen, sondern bei Assets, Bedrohungen, Schwachstellen und Abhängigkeiten.","tags":["grc","risiko"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.1; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-019"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Compliance-Falle\nWarum garantiert Compliance keine wirksame IT-Sicherheit?","answer":"Compliance bedeutet Einhaltung interner, gesetzlicher, regulatorischer oder branchenspezifischer Vorgaben.\n\nSie garantiert aber keine Wirksamkeit, weil:\n\n- Audits nur einen Ausschnitt prüfen\n- Regeln veraltet sein können\n- Nachweisbarkeit nicht automatisch Schutz bedeutet\n- reaktives Häkchensetzen Sicherheitsstrategie ersetzt\n\nMerke: Compliance ist notwendig, aber nicht hinreichend.","tags":["grc","compliance","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.2; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-020"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Compliance by Design\nWas bedeutet Compliance by Design?","answer":"**Compliance by Design** bedeutet: Neue Prozesse, Systeme und digitale Lösungen werden von Beginn an regelkonform gestaltet.\n\nGegenteil: Compliance wird nachträglich auf ein fertiges System aufgesetzt.\n\nKlausurpunkt: Früh integrierte Compliance ist meist robuster, günstiger und besser prüfbar als nachträgliche Korrektur.","tags":["compliance","design"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.2; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-021"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Risikomanagementprozess\nWelche Schritte umfasst der Risikomanagementprozess?","answer":"Der Prozess besteht aus:\n\n1. **Risikoidentifikation:** Assets, Bedrohungen, Schwachstellen, Abhängigkeiten erfassen.\n2. **Risikobewertung:** Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bewerten.\n3. **Risikobehandlung:** vermeiden, reduzieren, übertragen oder akzeptieren.\n4. **Risikoüberwachung:** Umsetzung und Wirksamkeit prüfen.\n5. **Risikoreporting:** Risiken transparent berichten.","tags":["risiko","prozess"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.3; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-022"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Risikobehandlung\nWelche vier Grundoptionen gibt es bei der Behandlung eines Risikos?","answer":"Die vier Grundoptionen sind:\n\n- **Vermeiden:** Aktivität oder Architektur so ändern, dass das Risiko entfällt.\n- **Reduzieren:** Eintrittswahrscheinlichkeit oder Schaden senken.\n- **Übertragen:** Risiko teilweise an Dritte übertragen, z. B. Versicherung oder Vertrag.\n- **Akzeptieren:** Restrisiko bewusst tragen.\n\nPrüfungsfalle: Akzeptieren heißt nicht ignorieren, sondern bewusst entscheiden und dokumentieren.","tags":["risiko","management"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.3; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-023"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# ALARP\nWofür wird ALARP im Risikomanagement genutzt?","answer":"**ALARP** ordnet Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß ein.\n\nTypische Zonen:\n\n- grün: akzeptabel\n- gelb: abwägen und reduzieren, soweit verhältnismäßig\n- rot: nicht tragbar\n\nPrüfungsfalle: ALARP-Matrizen wirken genau, beruhen aber oft auf subjektiven Skalen. Die Einstufung muss begründet werden.","tags":["risiko","alarp"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.3; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-024"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# SWOT und FTA\nWie unterscheiden sich SWOT und FTA in der Risikoanalyse?","answer":"**SWOT** verknüpft Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen. Sie ist ein grober strategischer Einstieg.\n\n**FTA** steht für Fehlerbaumanalyse. Sie geht von einem Top Event aus und leitet mögliche Ursachen logisch ab.\n\nKlausurpunkt: SWOT ist breit und strategisch; FTA ist ursachenorientiert und technischer.","tags":["risiko","swot","fta"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.3; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-025"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# PDCA vs. SDCA\nWie unterscheiden sich PDCA und SDCA?","answer":"**PDCA:** Plan, Do, Check, Act. Der Zyklus verbessert Prozesse kontinuierlich.\n\n**SDCA:** Standardize, Do, Check, Act. Der Zyklus stabilisiert einen erreichten Standard.\n\nKlausurpunkt: Erst verbessern, dann standardisieren, dann weiterentwickeln. Ohne Messpunkte bleibt die Check-Phase bloßes Bauchgefühl.","tags":["risiko","pdca","sdca"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 4.3; Kapitel_02_3_GRC_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-026"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Incident Response\nWas ist Incident Response?","answer":"**Incident Response** ist der geplante Umgang mit sicherheitsrelevanten Ereignissen, um Folgeschäden, Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden zu reduzieren und den sicheren Normalbetrieb wiederherzustellen.\n\nKlausurpunkt: Es geht nicht nur um Prävention, sondern um Handlungsfähigkeit, wenn Prävention versagt.","tags":["incident-response","grundbegriffe"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-027"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Preparation\nWarum ist Preparation die wichtigste Incident-Response-Phase?","answer":"In der Preparation-Phase werden Rollen, Prozesse und Werkzeuge vor dem Ernstfall vorbereitet.\n\nTypische Inhalte:\n\n- Incident-Response-Plan\n- Teamrollen\n- Kontaktlisten\n- Kommunikationswege\n- Logs und Datenquellen\n- Backups\n- Übungen und Playbooks\n\nPrüfungsfalle: Im Vorfall ist keine Zeit, Zuständigkeiten erst auszuhandeln.","tags":["incident-response","preparation"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-028"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Identification\nWas passiert in der Identification-Phase eines Incidents?","answer":"In der **Identification** wird ein möglicher Vorfall erkannt, bewertet und klassifiziert.\n\nTypische Aktivitäten:\n\n- SIEM- und EDR-Alarme prüfen\n- IDS/IPS-Hinweise auswerten\n- Logs analysieren\n- Fehlalarme ausschließen\n- Schweregrad bestimmen\n\nKlausurpunkt: Ohne saubere Identifikation werden entweder echte Incidents übersehen oder Ressourcen durch False Positives gebunden.","tags":["incident-response","identification"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-029"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Containment\nWas ist das Ziel der Containment-Phase?","answer":"**Containment** soll die Ausbreitung stoppen und Schaden begrenzen.\n\nTypische Maßnahmen:\n\n- Systeme isolieren\n- Konten sperren\n- Netzwerksegmente trennen\n- kompromittierte Dienste begrenzen\n\nPrüfungsfalle: Zu frühes Abschalten kann Beweise zerstören; zu spätes Eingreifen kann Ausbreitung ermöglichen. IR muss beides abwägen.","tags":["incident-response","containment"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-030"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Eradication\nWas bedeutet Eradication in Incident Response?","answer":"**Eradication** bedeutet: Die Ursache des Vorfalls wird entfernt.\n\nTypische Aktivitäten:\n\n- Malware entfernen\n- Backdoors beseitigen\n- kompromittierte Dateien bereinigen\n- Zugangsdaten zurücksetzen\n- Schwachstellen patchen\n\nKlausurpunkt: Nur Symptome zu löschen reicht nicht, wenn der ursprüngliche Zugang offen bleibt.","tags":["incident-response","eradication"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-031"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Recovery\nWas ist in der Recovery-Phase wichtig?","answer":"In der **Recovery** wird der sichere Normalbetrieb wiederhergestellt.\n\nWichtig sind:\n\n- Backups einspielen\n- Integrität prüfen\n- Systeme kontrolliert wieder anbinden\n- Monitoring intensivieren\n- Stakeholder informieren\n\nPrüfungsfalle: Ein schneller Restore ist riskant, wenn die Ursache noch vorhanden ist oder Backups bereits kompromittiert sind.","tags":["incident-response","recovery"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-032"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Lessons Learned\nWas ist der Zweck von Lessons Learned nach einem Incident?","answer":"**Lessons Learned** verbessert Organisation und Technik nach dem Vorfall.\n\nTypische Inhalte:\n\n- Post-Incident-Review\n- Ursachenanalyse\n- Bewertung der Reaktionszeiten\n- Playbooks aktualisieren\n- Maßnahmen priorisieren\n\nKlausurpunkt: Ohne Lessons Learned wiederholt eine Organisation denselben Fehler nur strukturierter.","tags":["incident-response","lessons-learned"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-033"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Incident Response vs. IT-Forensik\nWie grenzt du Incident Response und IT-Forensik ab?","answer":"| Aspekt | Incident Response | IT-Forensik |\n|---|---|---|\n| Ziel | Schaden begrenzen, Betrieb sichern, Ursache entfernen | Beweise sichern, Ereignisse rekonstruieren |\n| Tempo | schnell und priorisiert | sorgfältig und beweisorientiert |\n| Ergebnis | Wiederherstellung und Eindämmung | belastbare Analyse und Nachweis |\n\nPrüfungsfalle: IR und Forensik arbeiten zusammen, sind aber nicht dasselbe.","tags":["incident-response","forensik"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-034"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Pyramid of Pain\nWas zeigt die Pyramid of Pain?","answer":"Die **Pyramid of Pain** ordnet Indikatoren danach, wie stark ihre Blockierung Angreifer einschränkt.\n\nLeicht austauschbar:\n\n- Hashes\n- IP-Adressen\n- Domains\n\nSchwerer anzupassen:\n\n- Tools\n- Taktiken, Techniken und Prozeduren\n\nKlausurpunkt: Verteidigung gegen TTPs ist für Angreifer schmerzhafter als bloßes Blockieren einzelner Indikatoren.","tags":["incident-response","pyramid-of-pain"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-035"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# MITRE ATT&CK\nWofür nutzt man MITRE ATT&CK?","answer":"**MITRE ATT&CK** strukturiert Angreiferverhalten in Taktiken und Techniken.\n\nNutzen:\n\n- Angriffe systematisch beschreiben\n- Detection-Gaps finden\n- Playbooks und Kontrollen ableiten\n- Incident Reports einheitlich formulieren\n\nKlausurpunkt: ATT&CK beschreibt Verhalten, nicht nur einzelne technische Indikatoren.","tags":["incident-response","mitre"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 5; Kapitel_02_4_Incidence_Response_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-036"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Kryptologie\nWie hängen Kryptologie, Kryptographie und Kryptoanalyse zusammen?","answer":"**Kryptologie** ist der Oberbegriff.\n\nSie umfasst:\n\n- **Kryptographie:** Konstruktion von Schutzverfahren.\n- **Kryptoanalyse:** Untersuchung, ob und wie Verfahren gebrochen werden können.\n\nKlausurpunkt: Ein Verfahren ist nicht sicher, nur weil es kompliziert aussieht. Es muss gegen plausible Kryptoanalyse bestehen.","tags":["kryptologie","grundbegriffe"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6; Kapitel_03_Grundlagen_Krypto_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-037"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Rechnen modulo 26\nWarum wird bei klassischen Alphabet-Chiffren oft modulo 26 gerechnet?","answer":"Bei klassischen Alphabet-Chiffren werden Buchstaben als Zahlen codiert:\n\n- A = 0\n- B = 1\n- ...\n- Z = 25\n\nModulo 26 bedeutet: Nach Z beginnt wieder A.\n\nBeispiel: $28 \\mod 26 = 2$, also entspricht 28 dem Buchstaben C.\n\nPrüfungsfalle: Eine Verschiebung um 26 ist identisch mit keiner Verschiebung.","tags":["kryptologie","klassische-chiffren"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.1; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-038"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Invertierbarkeit\nWann besitzt ein Schlüssel $k$ modulo $m$ ein multiplikatives Inverses?","answer":"Ein multiplikatives Inverses existiert genau dann, wenn $k$ und $m$ teilerfremd sind:\n\n$$\\gcd(k,m)=1$$\n\nDann gibt es ein $k^{-1}$ mit:\n\n$$k \\cdot k^{-1} \\equiv 1 \\pmod m$$\n\nPrüfungsfalle: Ohne Inverses kann nicht eindeutig entschlüsselt werden.","tags":["kryptologie","modulo"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-039"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Verschiebechiffre\nWie funktionieren Ver- und Entschlüsselung bei der Verschiebechiffre?","answer":"Bei der Verschiebechiffre wird jeder Buchstabenwert um denselben Schlüssel $k$ verschoben.\n\nVerschlüsselung:\n\n$$y \\equiv x + k \\pmod{26}$$\n\nEntschlüsselung:\n\n$$x \\equiv y - k \\pmod{26}$$\n\nPrüfungsfalle: Die Chiffre ist monoalphabetisch. Gleiche Klartextbuchstaben ergeben immer gleiche Geheimtextbuchstaben.","tags":["kryptologie","caesar"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.2; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-040"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Caesar-Beispiel\nWie wird HALLO mit Caesar-Schlüssel $k=3$ verschlüsselt?","answer":"Mit A = 0, B = 1, ..., Z = 25 wird jeder Buchstabe um 3 verschoben.\n\n- H -> K\n- A -> D\n- L -> O\n- L -> O\n- O -> R\n\nErgebnis: **KDOOR**\n\nZum Entschlüsseln wird wieder 3 abgezogen.","tags":["kryptologie","rechnung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.2; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-041"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Multiplikative Chiffre\nWelche Bedingung muss der Schlüssel der multiplikativen Chiffre modulo 26 erfüllen?","answer":"Der Schlüssel $k$ muss teilerfremd zu 26 sein:\n\n$$\\gcd(k,26)=1$$\n\nNur dann besitzt $k$ ein multiplikatives Inverses $k^{-1}$ und Entschlüsselung ist eindeutig möglich.\n\nVerschlüsselung:\n\n$$y \\equiv x \\cdot k \\pmod{26}$$\n\nEntschlüsselung:\n\n$$x \\equiv y \\cdot k^{-1} \\pmod{26}$$","tags":["kryptologie","multiplikativ"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.3; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-042"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Multiplikative Chiffre\nWarum ist $k=2$ modulo 26 kein gültiger Schlüssel?","answer":"Weil $\\gcd(2,26)=2$ gilt. Also existiert kein multiplikatives Inverses.\n\nKonsequenz: Verschiedene Klartextwerte können auf denselben Geheimtextwert fallen.\n\nBeispiel:\n\n$$0 \\cdot 2 \\equiv 0 \\pmod{26}$$\n\n$$13 \\cdot 2 \\equiv 0 \\pmod{26}$$\n\nDamit ist eindeutiges Entschlüsseln unmöglich.","tags":["kryptologie","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.3; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-043"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Affine Chiffre\nWie lautet die affine Chiffre und welche Schlüsselbedingung gilt?","answer":"Die affine Chiffre kombiniert Multiplikation und Verschiebung.\n\nVerschlüsselung:\n\n$$y \\equiv a \\cdot x + b \\pmod{26}$$\n\nEntschlüsselung:\n\n$$x \\equiv a^{-1} \\cdot (y-b) \\pmod{26}$$\n\nBedingung: Nur $a$ muss invertierbar sein, also $\\gcd(a,26)=1$. Der Wert $b$ darf zwischen 0 und 25 liegen.","tags":["kryptologie","affin"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.4; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-044"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Affine Chiffre\nWarum hat die affine Chiffre modulo 26 nur 312 gültige Schlüssel?","answer":"Für $a$ sind nur die Werte gültig, die teilerfremd zu 26 sind. Davon gibt es 12.\n\nFür $b$ sind alle 26 Verschiebungen möglich.\n\nDamit gilt:\n\n$$12 \\cdot 26 = 312$$\n\nKlausurpunkt: Die affine Chiffre ist flexibler als Caesar, aber kryptografisch immer noch sehr klein und schwach.","tags":["kryptologie","schluesselraum"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.4; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-045"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Vigenère\nWas ist die Grundidee der Vigenère-Chiffre?","answer":"Vigenère verwendet nicht eine feste Verschiebung, sondern eine Folge von Verschiebungen aus einem Schlüsselwort.\n\nFormel je Position:\n\n$$y_i \\equiv x_i + k_i \\pmod{26}$$\n\nDas Schlüsselwort wird wiederholt, wenn es kürzer als der Klartext ist.\n\nKlausurpunkt: Derselbe Klartextbuchstabe kann an verschiedenen Positionen unterschiedlich verschlüsselt werden.","tags":["kryptologie","vigenere"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.5; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-046"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Vigenère-Schwäche\nWarum ist Vigenère trotz polyalphabetischer Verschlüsselung angreifbar?","answer":"Vigenère verschleiert einfache Häufigkeiten besser als Caesar, beseitigt Muster aber nicht vollständig.\n\nSchwachstellen:\n\n- kurze Schlüsselwörter wiederholen sich oft\n- gleiche Schlüsselpositionen bilden wieder monoalphabetische Teilprobleme\n- repetitive Texte erzeugen erkennbare Muster\n\nPrüfungsfalle: Polyalphabetisch bedeutet nicht automatisch modern sicher.","tags":["kryptologie","vigenere","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 6.5; Kapitel_04_Klassische_Chiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-047"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Stromchiffre\nWie funktioniert eine Stromchiffre auf Bitebene?","answer":"Eine Stromchiffre verknüpft jedes Klartextbit mit einem Schlüsselstrombit.\n\nVerschlüsselung:\n\n$$y_i \\equiv x_i + s_i \\pmod 2$$\n\nEntschlüsselung:\n\n$$x_i \\equiv y_i + s_i \\pmod 2$$\n\nDa Addition modulo 2 XOR entspricht, ist die Operation selbstinvers.","tags":["stromchiffren","xor"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.1; Kapitel_05_Stromchiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-048"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# XOR\nWarum sind Ver- und Entschlüsselung bei Stromchiffren dieselbe Operation?","answer":"XOR ist selbstinvers:\n\n$$a \\oplus b \\oplus b = a$$\n\nWenn also gilt:\n\n$$y = x \\oplus s$$\n\nDann erhält man den Klartext zurück durch:\n\n$$x = y \\oplus s$$\n\nKlausurpunkt: Dasselbe Schlüsselstrombit hebt die Verschlüsselung wieder auf.","tags":["stromchiffren","xor"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.1; Kapitel_05_Stromchiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-049"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Two-Time Pad\nWarum ist Schlüsselstrom-Wiederverwendung bei Stromchiffren gefährlich?","answer":"Wenn derselbe Schlüsselstrom $s$ für zwei Nachrichten verwendet wird, kann ein Angreifer die Chiffrate XORen:\n\n$$y_1 = x_1 \\oplus s$$\n\n$$y_2 = x_2 \\oplus s$$\n\n$$y_1 \\oplus y_2 = x_1 \\oplus x_2$$\n\nDer Schlüsselstrom fällt heraus. Kennt oder errät der Angreifer einen Klartext, kann er den anderen ableiten.","tags":["stromchiffren","nonce","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.1.1; Kapitel_05_Stromchiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-050"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Stromchiffren und Padding\nWarum brauchen Stromchiffren normalerweise kein Padding?","answer":"Stromchiffren arbeiten bit- oder byteweise. Sie müssen eine Nachricht daher nicht auf eine feste Blocklänge auffüllen.\n\nIhr Kernrisiko liegt nicht in Blocklängen, sondern in:\n\n- Qualität des Schlüsselstroms\n- Nichtwiederverwendung von Schlüsselstrom\n- korrekten Nonces, IVs oder Zählern\n\nPrüfungsfalle: Kein Padding heißt nicht automatisch sicher.","tags":["stromchiffren","padding"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.1.1; Kapitel_05_Stromchiffren_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-051"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DES\nWas ist DES auf hoher Ebene?","answer":"**DES** ist eine Blockchiffre mit Feistel-Struktur.\n\nKernpunkte:\n\n- verarbeitet feste Blöcke\n- nutzt mehrere Runden\n- teilt den Block in linke und rechte Hälfte\n- verwendet Rundenschlüssel\n- kombiniert Konfusion und Diffusion\n\nKlausurpunkt: DES ist didaktisch wichtig, gilt mit seiner Schlüsselgröße praktisch aber nicht mehr als modern sicher.","tags":["des","blockchiffren"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.2; Kapitel_06_DES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-052"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Feistel-Netzwerk\nWarum sind Ver- und Entschlüsselung in einem Feistel-Netzwerk strukturell ähnlich?","answer":"Im Feistel-Netzwerk muss die Rundungsfunktion selbst nicht invertierbar sein. Zur Entschlüsselung wird dieselbe Struktur genutzt, aber die Rundenschlüssel werden in umgekehrter Reihenfolge angewandt.\n\nKlausurpunkt: Diese Eigenschaft unterscheidet Feistel-Chiffren von Verfahren, bei denen jede Schicht explizit invertierbar implementiert werden muss.","tags":["des","feistel"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.2; Kapitel_06_DES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-053"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DES-Bausteine\nWelche Rollen haben E-Box, S-Boxen und P-Box in DES?","answer":"| Baustein | Rolle |\n|---|---|\n| E-Box | expandiert die rechte Hälfte auf Rundenschlüssellänge |\n| S-Boxen | führen nichtlineare Substitution aus |\n| P-Box | permutiert und verteilt die Bits |\n\nKlausurpunkt: S-Boxen erzeugen vor allem Konfusion; P-Boxen tragen stark zur Diffusion bei.","tags":["des","s-box","diffusion"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.2; Kapitel_06_DES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-054"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DES-Schlüsselfahrplan\nWas macht der DES-Schlüsselfahrplan?","answer":"Der DES-Schlüsselfahrplan leitet aus dem Hauptschlüssel die Rundenschlüssel ab.\n\nZweck:\n\n- jede Runde erhält passendes Schlüsselmaterial\n- nicht jede Runde verwendet denselben Schlüsselteil\n- die f-Funktion kann pro Runde unterschiedlich wirken\n\nKlausurpunkt: Rundenschlüssel sind bei DES 48-Bit-Auswahlen aus dem wirksamen 56-Bit-Schlüssel.","tags":["des","schluesselfahrplan"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.2; Kapitel_06_DES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-055"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Konfusion und Diffusion\nWas bedeuten Konfusion und Diffusion in Blockchiffren?","answer":"**Konfusion** verschleiert den Zusammenhang zwischen Schlüssel, Klartext und Chiffrat.\n\n**Diffusion** verteilt den Einfluss einzelner Klartext- oder Schlüsselbits über viele Chiffratbits.\n\nBeispiel DES:\n\n- S-Boxen: Konfusion\n- P-Boxen und Rundenstruktur: Diffusion\n\nKlausurpunkt: Gute Blockchiffren brauchen beides.","tags":["blockchiffren","konfusion","diffusion"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.2; Kapitel_06_DES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-056"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# AES\nWas unterscheidet AES strukturell von DES?","answer":"AES ist **keine Feistel-Chiffre**.\n\nAES verarbeitet den gesamten 128-Bit-Block als 4x4-Byte-Zustandsmatrix und nutzt mehrere Schichten pro Runde:\n\n- AddRoundKey\n- SubBytes\n- ShiftRows\n- MixColumns\n\nKlausurpunkt: Bei AES wird der gesamte Zustand transformiert, nicht nur eine Hälfte wie im Feistel-Prinzip.","tags":["aes","blockchiffren"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.3; Kapitel_07_AES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-057"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# AES-Rundenschritte\nWelche Funktion haben die wichtigsten AES-Schritte?","answer":"| Schritt | Funktion |\n|---|---|\n| AddRoundKey | XOR mit dem Rundenschlüssel |\n| SubBytes | nichtlineare Byte-Substitution |\n| ShiftRows | zeilenweise Verschiebung zur Verteilung |\n| MixColumns | spaltenweise Mischung für Diffusion |\n| Key Schedule | Ableitung der Rundenschlüssel |\n\nMerke: AES kombiniert Schlüsseladdition, Nichtlinearität und Diffusion.","tags":["aes","runden"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.3; Kapitel_07_AES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-058"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# AES-Schlüsselgrößen\nWelche Schlüsselgrößen unterstützt AES und was folgt daraus?","answer":"AES unterstützt 128-, 192- und 256-Bit-Schlüssel.\n\nJe größer der Schlüssel, desto mehr Rundenschlüssel und Runden werden benötigt.\n\nKlausurpunkt: AES-128, AES-192 und AES-256 unterscheiden sich in der Schlüssellänge und Rundenzahl, nicht in der Blockgröße. Die Blockgröße bleibt 128 Bit.","tags":["aes","schluessel"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.3; Kapitel_07_AES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-059"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DES vs. AES\nWie vergleichst du DES und AES in einer Klausur kurz und sauber?","answer":"| Aspekt | DES | AES |\n|---|---|---|\n| Struktur | Feistel-Netzwerk | Substitution-Permutation-artige Zustandsmatrix |\n| Blockverarbeitung | linke/rechte Hälfte | kompletter 128-Bit-Zustand |\n| zentrale Schichten | E-Box, S-Boxen, P-Box | AddRoundKey, SubBytes, ShiftRows, MixColumns |\n| heutige Rolle | historisch/didaktisch | moderner Standard |\n\nPrüfungsfalle: AES ist nicht nur ein stärkerer DES, sondern strukturell anders aufgebaut.","tags":["des","aes","vergleich"],"source":"Zusammenfassung Abschnitte 7.2-7.3; Kapitel_06_DES_Exam.pdf; Kapitel_07_AES_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-060"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Blockchiffre vs. Betriebsmodus\nWarum reicht eine Blockchiffre allein nicht für lange Nachrichten?","answer":"Eine Blockchiffre beschreibt nur, wie ein einzelner Block fester Länge unter einem Schlüssel transformiert wird.\n\nFür echte Nachrichten braucht man zusätzlich einen Betriebsmodus, der regelt:\n\n- mehrere Blöcke\n- IVs oder Nonces\n- Zähler\n- Padding\n- Wiederholungen\n- Fehlerausbreitung\n\nKlausurpunkt: AES im falschen Modus kann unsicher sein, obwohl AES als Blockchiffre stark ist.","tags":["blockchiffren","betriebsmodi"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.3.1; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-061"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# ECB\nWarum ist ECB als Betriebsmodus problematisch?","answer":"ECB verschlüsselt jeden Block unabhängig:\n\n$$y_i = E_k(x_i)$$\n\nProblem: Gleiche Klartextblöcke ergeben bei gleichem Schlüssel gleiche Chiffratblöcke.\n\nFolge: Muster bleiben sichtbar.\n\nPrüfungsfalle: ECB ist zwar einfach und parallelisierbar, aber für strukturierte Daten typischerweise unsicher.","tags":["betriebsmodi","ecb"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-062"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CBC\nWie funktioniert CBC grob?","answer":"CBC verkettet Blöcke. Vor der Verschlüsselung wird jeder Klartextblock mit dem vorherigen Chiffratblock XOR-verknüpft.\n\nFür den ersten Block wird ein IV verwendet:\n\n$$y_0 = IV$$\n\n$$y_i = E_k(x_i \\oplus y_{i-1})$$\n\nEntschlüsselung:\n\n$$x_i = D_k(y_i) \\oplus y_{i-1}$$","tags":["betriebsmodi","cbc"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-063"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CBC-Fallen\nWelche typischen Fallen gibt es bei CBC?","answer":"Wichtige CBC-Fallen:\n\n- Der IV muss pro Nachricht korrekt und neu gewählt werden.\n- CBC benötigt Padding für unvollständige Blöcke.\n- CBC liefert Vertraulichkeit, aber keine Integrität.\n- Manipulation am Chiffrat wird nicht automatisch zuverlässig erkannt.\n\nKlausurpunkt: Ein neuer IV macht CBC probabilistisch, aber ersetzt keinen MAC oder authentifizierten Modus.","tags":["betriebsmodi","cbc","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-064"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# OFB\nWas ist die Grundidee von OFB?","answer":"OFB nutzt die Blockchiffre als Schlüsselstromgenerator.\n\nPrinzip:\n\n$$s_i = E_k(s_{i-1})$$\n\nStartwert ist der IV. Danach gilt:\n\n$$y_i = x_i \\oplus s_i$$\n\nVorteil: kein Padding nötig.\n\nPrüfungsfalle: Der erzeugte Schlüsselstrom darf unter demselben Schlüssel nicht wiederverwendet werden.","tags":["betriebsmodi","ofb"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-065"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CFB\nWas ist die Grundidee von CFB?","answer":"CFB nutzt die Blockchiffre ebenfalls streamartig, koppelt aber über den vorherigen Chiffratblock zurück.\n\nPrinzip:\n\n$$s_i = E_k(y_{i-1})$$\n\nStartwert ist der IV. Danach gilt:\n\n$$y_i = x_i \\oplus s_i$$\n\nPrüfungsfalle: IV- und Schlüssel-Wiederverwendung sind kritisch; die Rückkopplung läuft über Chiffrat.","tags":["betriebsmodi","cfb"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-066"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CTR\nWie funktioniert der Counter-Modus?","answer":"CTR erzeugt einen Schlüsselstrom aus IV beziehungsweise Nonce und Zähler.\n\nPrinzip:\n\n$$s_i = E_k(IV || CTR_i)$$\n\n$$y_i = x_i \\oplus s_i$$\n\nVorteile:\n\n- parallelisierbar\n- kein Padding\n- streamartige Verarbeitung\n\nKlausurpunkt: Der gleiche Zählerblock darf unter demselben Schlüssel nie doppelt auftreten.","tags":["betriebsmodi","ctr"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-067"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# CTR-Nonce-Wiederverwendung\nWarum ist Nonce- oder Counter-Wiederverwendung bei CTR fatal?","answer":"CTR erzeugt aus Nonce und Counter einen Schlüsselstrom. Wird derselbe Eingabeblock unter demselben Schlüssel erneut verwendet, entsteht derselbe Schlüsselstrom.\n\nDann gilt wie beim Two-Time Pad:\n\n$$y_1 \\oplus y_2 = x_1 \\oplus x_2$$\n\nFolge: Kennt oder errät der Angreifer einen Klartextteil, kann er Informationen über den anderen gewinnen.","tags":["betriebsmodi","ctr","nonce"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-068"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# GCM\nWas ist der Vorteil von GCM gegenüber reiner Verschlüsselung?","answer":"GCM kombiniert CTR-Verschlüsselung mit Authentifizierung.\n\nDamit liefert GCM:\n\n- Vertraulichkeit\n- Integritätsschutz\n- Erkennung von Manipulation\n\nPrüfungsfalle: Nonce-Wiederverwendung ist bei GCM besonders gefährlich. Ein authentifizierter Modus ist nur bei korrekter Nonce-Verwendung sicher.","tags":["betriebsmodi","gcm","integritaet"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-069"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Verschlüsselung und Integrität\nWarum liefert Verschlüsselung allein keine Integrität?","answer":"Verschlüsselung schützt primär Vertraulichkeit. Sie verhindert nicht automatisch, dass ein Angreifer Chiffrate verändert.\n\nFür Integrität braucht man zusätzlich:\n\n- authentifizierte Modi, z. B. GCM\n- Message Authentication Codes\n- digitale Signaturen\n- korrektes Encrypt-then-MAC-Design\n\nPrüfungsfalle: Vertraulichkeit und Integrität sind unterschiedliche Sicherheitsziele.","tags":["betriebsmodi","integritaet","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.4; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-070"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Deterministisch, probabilistisch, authentifiziert\nWie unterscheidest du diese Eigenschaften bei Verschlüsselung?","answer":"| Eigenschaft | Bedeutung | Beispiel |\n|---|---|---|\n| deterministisch | gleicher Klartext und Schlüssel ergeben gleiches Chiffrat | ECB |\n| probabilistisch/randomisiert | IV oder Nonce sorgt für unterschiedliche Chiffrate | CBC mit neuem IV |\n| authentifiziert | Manipulation wird erkannt | GCM oder Encrypt-then-MAC |\n\nKlausurpunkt: Eine starke Blockchiffre ist nur ein Baustein.","tags":["betriebsmodi","vergleich"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 7.5; Kapitel_08_Betriebsmodis_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-071"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Diffie-Hellman\nWelches Problem löst der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch?","answer":"DHKE ermöglicht zwei Parteien, über einen unsicheren Kanal ein gemeinsames Geheimnis zu berechnen, ohne dieses Geheimnis direkt zu übertragen.\n\nÖffentlich:\n\n- Primmodul $p$\n- Generator $g$\n- öffentliche Werte $A$ und $B$\n\nPrivat:\n\n- Zufallswerte $a$ und $b$\n\nKlausurpunkt: DHKE erzeugt ein gemeinsames Geheimnis, ist aber allein keine vollständige Authentifikation.","tags":["dhke","asymmetrisch"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.1; Kapitel_10_DHKE_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-072"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DHKE-Formel\nWie entsteht bei Diffie-Hellman dasselbe gemeinsame Geheimnis?","answer":"Alice berechnet:\n\n$$A = g^a \\mod p$$\n\nBob berechnet:\n\n$$B = g^b \\mod p$$\n\nDas gemeinsame Geheimnis ist:\n\n$$K = B^a \\mod p = A^b \\mod p = g^{ab} \\mod p$$\n\nSicherheit: Aus $g$, $p$, $A$ und $B$ soll ein Angreifer $K$ praktisch nicht berechnen können.","tags":["dhke","rechnung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.1; Kapitel_10_DHKE_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-073"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Diskretes Logarithmusproblem\nWelche Rolle spielt das diskrete Logarithmusproblem bei DHKE?","answer":"Die Sicherheit von DHKE beruht darauf, dass der diskrete Logarithmus schwer zu berechnen ist.\n\nGegeben:\n\n$$A = g^a \\mod p$$\n\nGesucht:\n\n$$a$$\n\nFür geeignete Parameter soll es praktisch unmöglich sein, aus $g$, $p$ und $A$ den privaten Exponenten $a$ zu bestimmen.","tags":["dhke","dlp"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.1; Kapitel_10_DHKE_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-074"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# DHKE-Falle\nWarum ist reiner Diffie-Hellman anfällig für Man-in-the-Middle?","answer":"Reiner Diffie-Hellman authentifiziert die Gegenstelle nicht.\n\nEin Angreifer kann sich gegenüber Alice als Bob und gegenüber Bob als Alice ausgeben und zwei getrennte Schlüssel aushandeln.\n\nGegenmaßnahmen:\n\n- Zertifikate\n- digitale Signaturen\n- authentifizierte Protokolle wie TLS\n\nPrüfungsfalle: Schlüsselaustausch ist nicht automatisch Identitätsprüfung.","tags":["dhke","mitm","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.1; Kapitel_10_DHKE_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-075"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# RSA-Schlüsselerzeugung\nWelche Schritte gehören zur RSA-Schlüsselerzeugung?","answer":"Grundschritte:\n\n1. Wähle große Primzahlen $p$ und $q$.\n2. Berechne $n = p \\cdot q$.\n3. Berechne $\\varphi(n) = (p-1)(q-1)$.\n4. Wähle $e$ mit $\\gcd(e,\\varphi(n))=1$.\n5. Berechne $d \\equiv e^{-1} \\pmod{\\varphi(n)}$.\n\nÖffentlicher Schlüssel: $(n,e)$\n\nPrivater Schlüssel: $d$","tags":["rsa","schluesselerzeugung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.2; Kapitel_11_RSA_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-076"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# RSA-Verfahren\nWie lauten RSA-Verschlüsselung und Entschlüsselung?","answer":"Für eine Nachricht $x$ gilt:\n\nVerschlüsselung mit öffentlichem Exponenten $e$:\n\n$$y = x^e \\mod n$$\n\nEntschlüsselung mit privatem Exponenten $d$:\n\n$$x = y^d \\mod n$$\n\nSicherheitsgrundlage: Ohne privaten Schlüssel soll die Faktorisierung von $n$ in $p$ und $q$ praktisch nicht möglich sein.","tags":["rsa","rechnung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.2; Kapitel_11_RSA_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-077"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# RSA in der Praxis\nWarum wird RSA meist nicht für Massendatenverschlüsselung genutzt?","answer":"RSA ist im Vergleich zu symmetrischer Verschlüsselung langsam und nur für begrenzte Datenmengen sinnvoll.\n\nPraktischer Einsatz:\n\n- Schlüsseltransport\n- digitale Signaturen\n- Authentisierung in Protokollen\n\nTypisches Design: RSA oder ein anderes asymmetrisches Verfahren schützt den Sitzungsschlüssel, AES verschlüsselt die Massendaten.","tags":["rsa","hybrid"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.2; Kapitel_11_RSA_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-078"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Hash-Funktion\nWas ist eine kryptografische Hash-Funktion?","answer":"Eine Hash-Funktion bildet Eingaben beliebiger Länge auf einen Hashwert fester Länge ab.\n\nWichtig:\n\n- Hashing ist keine Verschlüsselung.\n- Es gibt keine Entschlüsselung.\n- Hashwerte dienen als Repräsentanten von Nachrichten.\n\nKlausurpunkt: Sicherheit heißt nicht, dass Kollisionen unmöglich sind, sondern dass sie praktisch nicht auffindbar sind.","tags":["hashing","grundbegriffe"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.3; Kapitel_13_Hashing_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-079"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Hash-Eigenschaften\nWelche drei Sicherheitseigenschaften kryptografischer Hash-Funktionen sind klausurrelevant?","answer":"1. **Urbildresistenz:** Zu einem Hashwert $z$ soll kein $x$ mit $h(x)=z$ gefunden werden.\n2. **Schwache Kollisionsresistenz:** Zu gegebenem $x_1$ soll kein anderes $x_2$ mit gleichem Hash gefunden werden.\n3. **Starke Kollisionsresistenz:** Es sollen keine zwei frei wählbaren unterschiedlichen Eingaben $x_1 \\ne x_2$ mit gleichem Hash gefunden werden.\n\nPrüfungsfalle: Schwach und stark unterscheiden sich darin, ob $x_1$ vorgegeben ist.","tags":["hashing","resistenz"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.3; Kapitel_13_Hashing_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-080"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Geburtstagsgrenze\nWas besagt die Geburtstagsgrenze bei Hash-Funktionen?","answer":"Für einen $n$-Bit-Hash liegt der Aufwand für Kollisionssuche grob bei:\n\n$$2^{n/2}$$\n\nGrund: Man sucht nicht ein bestimmtes Urbild, sondern irgendein Paar mit gleichem Hash.\n\nPrüfungsfalle: Kollisionssicherheit ist deutlich schwächer als der gesamte Hashraum $2^n$ vermuten lässt.","tags":["hashing","geburtstagsparadoxon"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.3; Kapitel_13_Hashing_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-081"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Hashing vs. Verschlüsselung\nWarum ist Hashing keine Verschlüsselung?","answer":"Verschlüsselung ist grundsätzlich umkehrbar, wenn man den passenden Schlüssel besitzt.\n\nHashing ist eine Einwegabbildung:\n\n- keine Entschlüsselung\n- feste Ausgabelänge\n- viele mögliche Eingaben teilen sich zwangsläufig Hashwerte\n\nKlausurpunkt: Hashes können Integrität prüfen, aber keine Vertraulichkeit herstellen.","tags":["hashing","abgrenzung"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 8.3; Kapitel_13_Hashing_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-082"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# TOR\nWas ist TOR auf hoher Ebene?","answer":"TOR ist ein dezentrales Relay-Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungen und zur Erreichbarkeit von `.onion`-Diensten.\n\nGrundidee:\n\n- Daten laufen über mehrere Relays\n- jede Station kennt nur einen Teil des Pfads\n- Verschlüsselungsschichten werden nacheinander entfernt\n\nKlausurpunkt: TOR anonymisiert den Pfad, nicht automatisch den Inhalt oder das Verhalten des Nutzers.","tags":["tor","onion-routing"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-083"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# TOR-Relay-Wissen\nWelche Informationen kennen Entry, Middle und Exit Node?","answer":"| Relay | Kennt | Kennt nicht |\n|---|---|---|\n| Entry/Guard Node | Nutzer-IP und nächsten Knoten | Endziel und Inhalt |\n| Middle Node | vorherigen und nächsten Knoten | Nutzer-IP, Ziel und Inhalt |\n| Exit Node | Zieladresse und ausgehenden Verkehr zum Ziel | ursprüngliche Nutzer-IP |\n\nKlausurpunkt: Kein einzelner normaler Relay-Knoten kennt gleichzeitig Nutzer und Ziel.","tags":["tor","relay"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-084"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Onion-Verschlüsselung\nWie funktionieren die Verschlüsselungsschichten bei TOR?","answer":"Der TOR-Browser verschlüsselt die Nachricht schichtweise für die Relays.\n\nVereinfacht:\n\n$$C_3 = E_{K_3}(M)$$\n\n$$C_2 = E_{K_2}(C_3)$$\n\n$$C_1 = E_{K_1}(C_2)$$\n\nR1 entfernt die äußere Schicht, R2 die mittlere, R3 die innere. Jeder Knoten sieht nur den nächsten Schritt.","tags":["tor","kryptografie"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-085"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# TOR-Sitzungsschlüssel\nWarum nutzt TOR mehrere Sitzungsschlüssel?","answer":"Der TOR-Browser erzeugt eigene Sitzungsschlüssel für die Relays im Circuit, z. B. $K_1$, $K_2$ und $K_3$.\n\nZweck:\n\n- jeder Knoten kann nur seine eigene Schicht entfernen\n- kein Relay erhält alle Schlüssel\n- Wissen über Nutzer, Ziel und Inhalt wird verteilt\n\nKlausurpunkt: Nur der TOR-Browser kennt alle Sitzungsschlüssel des Circuits.","tags":["tor","schluessel"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-086"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Guard Node\nWarum verwendet TOR Guard Nodes?","answer":"Der Guard Node ist der erste Knoten im TOR-Circuit und kennt die echte IP-Adresse des Nutzers.\n\nEr wird länger beibehalten, um das Risiko zu senken, ständig zufällig an bösartige Einstiegsknoten zu geraten.\n\nKlausurpunkt: Guard Nodes reduzieren bestimmte Sybil- und Traffic-Correlation-Risiken, garantieren aber keine perfekte Anonymität.","tags":["tor","guard-node"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-087"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Exit Node\nWarum ist der Exit Node bei TOR sicherheitskritisch?","answer":"Der Exit Node sendet den Verkehr zum Zielsystem.\n\nWenn keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genutzt wird, kann der Exit Node ausgehenden Klartextverkehr sehen oder manipulieren.\n\nGegenmaßnahme: HTTPS/TLS und keine sensiblen Klartextprotokolle.\n\nPrüfungsfalle: TOR ersetzt keine Ende-zu-Ende-Sicherheit.","tags":["tor","exit-node","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-088"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# Traffic Correlation\nWas ist Traffic Correlation als Grenze von TOR?","answer":"Bei Traffic Correlation versucht ein Angreifer, Eingangs- und Ausgangsverkehr anhand von Zeit, Volumen und Muster zu verknüpfen.\n\nRelevant wird das besonders, wenn ein Angreifer viele Netzpositionen beobachten kann.\n\nGegenmaßnahmen wie Guard Nodes und Pfadwahl erschweren die Korrelation, verhindern sie aber nicht grundsätzlich.","tags":["tor","traffic-correlation"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-089"}
{"semester":"Semester 4","subject":"IT-Security","deck":"Semester 4","question":"# TOR-Nutzerfehler\nWelche Nutzerfehler können TOR-Anonymität aufheben?","answer":"Typische Fehler:\n\n- persönliche Logins über TOR\n- Identitäten vermischen\n- unsichere Downloads öffnen\n- Plugins oder externe Anwendungen nutzen\n- Klartextprotokolle verwenden\n\nKlausurpunkt: TOR schützt den Kommunikationspfad, aber nicht automatisch gegen Selbstidentifikation oder unsicheres Verhalten.","tags":["tor","pruefungsfalle"],"source":"Zusammenfassung Abschnitt 9; TOR_Exam.pdf","external_id":"it-security-cards-090"}
